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Lehrveranstaltungen Prof. Dr. Werner J. Patzelt Sommersemester 2010

Prof. Dr. Werner J. Patzelt, Inhaber des Lehrstuhls für Politische Systeme und Systemvergleich am Institut für Politikwissenschaft der TU Dresden

Politische Systeme

Dienstags 14:50 – 16:20 Uhr    HSZ/004

Beschreibung:  

Diese Vorlesung ist im Bachelorstudiengang Bestandteil des Großen Moduls POL-GM-SYS ‚Konstruktion und Funktionslogik politischer Systeme’ sowie des Kleinen Moduls POL-KM-SYS ‚Funktionslogik politischer Systeme’. Sie ist außerdem eine empfohlene Vorlesung für Studierende in den Magister- und Lehramtsstudiengängen. In ihr werden vertiefende Kenntnisse in Logik und Methodik vergleichender Systemanalyse sowie zentrale Befunde der vergleichenden Systemanalyse zu den unterschiedlichen Konstruktionsmöglichkeiten freiheitlicher und diktatorischer politischer Systeme sowie ihrer hieraus jeweils entstehenden Funktionslogik vermittelt. Sie baut in dieser Hinsicht auf die im Basismodul „Einführung in das Studium der politischen Systeme“ erworbenen Kenntnisse auf.

Literaturempfehlungen:

Ismayr, Wolfgang, Hrsg., Die politischen Systeme Westeuropas, 2. Aufl., Opladen 1999.

Ismayr, Wolfgang, Hrsg., Die politischen Systeme Osteuropas, 2. Aufl., Opladen, 2004

.Lauth, Hans-Joachim, Hrsg., Vergleichende Regierungslehre. Eine Einführung, Wiesbaden (VS Verlag für Sozialwissenschaften) 2002.

Patzelt, Werner J.: Wissenschaftstheoretische Grundlagen sozialwissenschaftlichen Vergleichens, in: Sabine Kropp / Michael Minkenberg, Hrsg., Vergleichen in der Politikwissenschaft, Wiesbaden (VS Verlag für Sozialwissenschaften) 2005, S. 16-54.

Angeboten für: BA, MA (HF und NF), LA (BBS, MS, GYM), Studium generale, Seniorenakademie

Scheinerwerb: nicht möglich. BA-Studierende haben allerdings eine Modulprüfung zu absolvieren.

Das politische System der BRD

Dienstags 14:50 – 16:20 Uhr    HSZ/04

Beschreibung:  

Die Vorlesung ist im Bachelorstudiengang Bestandteil des Moduls POL-BRD ‚Das politische System der Bundesrepublik Deutschland’. Sie ist außerdem eine Pflichtvorlesung für Studierende in den Magister- und Lehramtsstudiengängen. In ihr wird systematisch das politische System der Bundesrepublik Deutschland dargestellt: von seinen geschichtlichen, sozio-ökonomischen und normativen Grundlagen über seine zentralen politischen Institutionen und Parteien, Verbände sowie Massenmedien bis hin zu den Eigentümlichkeiten seiner politischen Kultur.

Literaturempfehlungen:

Gabriel, Oscar W. et al. (Hrsg.), 2005: Handbuch Politisches System der Bundesrepublik Deutschland, 3. völlig überarb. u. erw. Aufl., München/Wien: Oldenbourg.

Rudzio, Wolfgang, 2006: Das politische System der Bundesrepublik Deutschland, 7. akt. u. erw. Aufl., Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Angeboten für: MA (HF und NF) LA (BAS, MS, GYM) studium generale, Seniorenakademie

Scheinerwerb: nicht möglich. BA-Studierende haben allerdings eine Modulprüfung zu absolvieren.

Blockseminar: „Woran scheitert demokratische Konsolidierung?“

Referate: 06.05. ; 03.06. ; 10.06. BZW/A418 09:00 – 16:30 Uhr

Beschreibung:  

Warum sind Staaten wie Slowenien, Ungarn und die Tschechische Republik auf dem Weg demokratischer Konsolidierung so erfolgreich, Weißrussland aber nicht? Warum hat Demokratisierung auf dem afrikanischen Kontinent nur so geringe Chancen auf Erfolg? Mit welchen Faktoren kann erklärt werden, dass Trans-formationsprozesse in ganz unterschiedlichen Weltregionen – in sehr verschiedenen historischen, kulturellen und sozioökonomischen Kontexten also – ganz ähnlich verlaufen?Es sind solche gleichzeitig interessanten und gesellschaftlich wie politikwissen-schaftlich relevanten Fragestellungen, die in ganz besonders guter Weise mit Hilfe eines systematischen, makroqualitativen Vergleichs beantwortet werden können. Allerdings sind makroqualitative Vergleiche in der Politikwissenschaft noch selten. Entweder wird mit quantitativen Methoden eine Vielzahl von Fällen auf nur wenige Variablen hin untersucht, oder es wird – mit meist qualitativen Methoden – eine nur kleine Auswahl von Fällen auf viele Variablen hin geprüft. Der Ragin-Ansatz als innovative, computergestützte Methode des makroqualitativen Vergleichs bietet hier einen eleganten Ausweg. Dieses Hauptseminar hat ein doppeltes Ziel: einesteils in die Methode des Ragin-Ansatzes einzuführen, und andernteils diesen auch gleich an der im Titel des Seminars genannten Fragestellungen anzuwenden und damit Methode und Gegenstand sinnvoll zu verknüpfen.

In der ganztägigen Auftaktveranstaltung am 22. April wird in die Leitgedanken von QCA („Qualitative Comparative Analysis“), in die Analyse-Software TOSMANA (siehe Downloads>Software) sowie in Grundlagen der Transformationsforschung eingeführt. Desweiteren werden Arbeitsgruppen gebildet und Arbeitsaufträge vergeben. Die zweite Sitzung fungiert dann als Konsultation und Workshop, indem sich die Arbeitsgruppen untereinander und mit den Dozenten über Zwischenergebnisse und aufgetretene Probleme austauschen können. An den zwei folgenden Seminartagen werden die Arbeitsergebnisse präsentiert, diskutiert und zusammengeführt. Im Wesentlichen wird es darum gehen, anhand teils schon verfügbarer, teils zu vervollständigender Datensätze die Umstände misslingender bzw. gelingender Demokratisierung im internationalen Vergleich zu untersuchen. Wer nicht schon im Dresdner politikwissenschaftlichen Studiengang die Vorlesung ‚Systemvergleich‘ gehört hat, sollte deren Foliensatz (siehe Linkliste) sorgfältig durcharbeiten, nicht zuletzt mit Blick auf die dort präsentierten Theorien und Befunde zur Demokratie- und Konsolidierungsforschung.

Angeboten für:  

Masterstudiengang SYS 2, Bachelorstudiengang POL-WO III, MA (HF und NF)

Anforderungen für Teilnahme:

Durchführung einer makroqualitativen Studie in Arbeitsgruppen, schriftliche und mündliche Präsentation der Ergebnisse, aktive Teilnahme am Seminargespräch.

Literaturempfehlungen:

I. Zur demokratischen Konsolidierung:

* Beichelt, Tim, 2001: Demokratische Konsolidierung im postsozialistischen Europa: die Rolle der politischen Institutionen. Opladen: Leske+Budrich.

* Chomsky, Noam, 2006: Der gescheiterte Staat. München Kunstmann.

* Erdmann, Gero (Hrsg.), 2009: Externe Faktoren der Demokratisierung. Baden-Baden: Nomos.

* Ghani, Ashraf/Lockhart, Claire, 2009: Fixing Failed States. A Framework for Rebuilding a Fractured World. Oxford et al.: Oxford University Press.

* Kneuer, Marianne, 2007: Demokratisierung durch die EU: Süd- und Ostmitteleuropa im Vergleich. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

* Macków, Jerzy (Hrsg.), 2005: Totalitarismus und danach. Einführung in den Kommunismus und die postkommunistische Systemtransformation. Baden-Baden: Nomos.

* Merkel, Wolfgang, 2010: Systemtransformation : eine Einführung in die Theorie und Empirie der Transformationsforschung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialforschung.

* Pickel, Gert/Pickel, Susanne (Hrsg.), 2006: Demokratisierung im internationalen Vergleich. Neue Erkenntnisse und Perspektiven. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

* Straßner, Alexander/Klein, Margarete (Hrsg.), 2007: Wenn Staaten scheitern: Theorie und Empirie des Staatszerfalls. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.II. Zum makroqualitativen Vergleich (speziell: Ragin-Ansatz) in der Politikwissenschaft:

* Berg-Schlosser, D., 2003: Makro-Qualitative vergleichende Methoden. In: Berg-Schlosser, D./ Müller-Rommel, F. (Hg.): Vergleichende Politikwissenschaft. 4. überarb. u. erw. Aufl. Opladen: Leske + Budrich. S. 103 – 125.

* Jahn, Detlef, 2006: Einführung in die vergleichende Politikwissenschaft. Wiesbaden: VS.

* Ragin, Charles C., 2007: The comparative method: moving beyond qualitative and quantitative strategies. Berkley et al.: University of California Press.* Rihoux, Benoit / Ragin, Charles., 2009: Best Practices in QCA.   

* http://www.compasss.org/pages/resources/bestpractices.html* Ragin, Charles. C. (1999): Using Qualitative Comparative Analysis to Study Causal Complexity. In: Health Services Research 34; 5. S. 1225 – 1239.

* Schneider, Carsten Q. / Wagemann, Claudius, 2007, Qualitative Comparative Analysis (QCA) und Fuzzy Sets. Ein Lehrbuch für Anwender und jene, die es werden wollen, Opladen & Farmington Hills: Budrich.

III. Anwendungsbeispiele und konstruktiv-kritische Auseinandersetzung mit dem Ragin-Ansatz:

* Berg-Schlosser, D./ Quenter, S. (1996): Macro-Quantitative Versus Macro-Qualitative Methods in Political Science. Advantages and Disadvantages of Comparative Procedures. Using the Welfare-State Theory As an Example. In: Historical Social Research 21; 1. S. 3 – 25.

* Cronquist, Lasse, 2007: Konfigurationelle Analyse mit Multi-Value QCA als Methode der Vergleichenden Politikwissenschaft mit einem Fallbeispiel aus der Vergleichenden Parteienforschung (Erfolg Grüner Parteien in den achtziger Jahren). Dissertation. [PDF]

* Grassi, D. (2003): The Survival of Democrativ Regimes: Third Wave Democracies in South America. Paper presented in the ECPR Conference in Marburg 18. – 21. September 2003. [PDF]

* Peters, B. G. (1998): Comparative Politics. Theory and Methods. Houndsmills; Basingsstoke; Hampshire; London: Macmillan.

* Schneider, C. Q. (2003): Exploring the Complex Causes of the Consolidation of Democracy. An Application of the Two Step FS/ QCA Approach. Paper presented in the ECPR Conference in Marburg 18. – 21. September 2003. [PDF]

* Yamasaki, S. (2003): Testing Hypotheses with QCA: Application to the Nuclear Phase-Out Policy in 9 OECD Countries. Paper presented in the ECPR Conference in Marburg 18. – 21. September 2003. [PDF]

Eine Vorbesprechung findet am Donnerstag, den 22.04.2010 von 9.00-16.30 Uhr im BZW/A 418 statt.

Kolloqium: „Forschungskolloquium für fortgeschrittene Studierende und Examenskandidaten“

Montags 16:40 – 18:10 Uhr    BZW/A 151

Beschreibung:  

Dieses in jedem Semester angebotene Kolloquium verfolgt drei Ziele. Erstens lässt es Studierende der höheren Semester, Examenskandidaten, Doktoranden und Magistranden an den laufenden Forschungsprojekten des Lehrstuhls für Politische Systeme und Systemvergleich teilhaben. Der unmittelbar erlebbaren Verbindung von Forschung und Lehre dienend, eröffnet es gute Möglichkeiten, methodische und theoretische Kenntnisse durch die Teilnahme an projektbezogenen Diskussionen zu erwerben. Zweitens ist das Kolloquium die Stätte der Diskussion eigener Forschungsideen oder Forschungsarbeiten der Teilnehmer. Auch empfiehlt es sich dringend, das eigene Dissertations-, Magister- oder Staats-examensprojekt in dieser Veranstaltung vorzustellen. Auch Bachelorarbeiten werden hier präsentiert und verteidigt. Drittens dient das Kolloquium der Erörterung innovativer Theorien und Methoden auf dem Gebiet der vergleichenden politikwissenschaftlichen Analyse.

Angeboten für:  

Examenskandidaten, Magistranden, Doktoranden, Mitarbeiter und andere Interessierte, fortgeschrittene Studierende (ab 4. FS)